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Nebbiolo

Könnte Anspruch auf die edelste Rotweintraube der Welt erheben, wenn sie andernorts auch angebaut würde. Der berühmte französische Önologe Louis Oudart erkannte Mitte des 19. Jahrhunderts das grossartige Potential dieser Sorte. Oudart gilt als Geburtsvater der weltberühmten italienischen DOCG-Rotweine Barbaresco und Barolo. Im oberitalienischen Piemont werden aus ihr die tiefen, reichen und klassischen Barolo (z.B. von Angelo Gaja und Giacomo Conterno) sowie die etwas leichteren Barbaresco erzeugt (z.B. von Bruno Giacosa). Die Farbe ist leuchtend granatrot, das Bouquet erinnert an Teer und Veilchen, und im Geschmack präsentiert er sich meistens sehr trocken. Nebbiolo ist von Natur aus etwas hart, und die Sitte, diese Weine relativ lange in den Holzfässern zu lagern, verstärkt diese Härte. Das wiederum ruft nach langer Flaschenlagerung. Unter dem Synonym Spanna (auch Spana) ist der Nebbiolo bestimmend in den Piemonteser DOC-Rotweinen Boca, Bramaterra, Carema, Fara, Lessona und Sizzano. Ausserdem werden aus ihr sortenreine VdT´s gekeltert. Plinius der Ältere (23-79) beschrieb eine „Uva Spinea“ mit den Worten „quae sola alitur nebulis“ (allein durch den Nebel wird sie genährt). Möglicherweise handelt es sich um die gleiche Sorte. Der Name Nebbiolo leitet sich vom italienischen Wort für Nebel (nebbia) ab, denn sie gedeiht dort am besten, wo im Herbst häufig milde Frühnebel die Trauben zum Reifen bringen. Trotz der hohen Qualität belegt sie auf Grund ihrer Standort- bzw. Umwelt-Empfindlichkeit nur rund 5.000 Hektar Rebfläche. Sie benötigt günstige Lagen auf Süd- bis Südwesthängen und bevorzugt kalkhaltige Mergel-Böden. Geringe Bestände gibt es in der Lombardei, Kalifornien, Argentinien und Australien. Es gibt auch vier standortabhängige Mutationen in den Langhebergen (Piemont) mit den Bezeichnungen Nebbiolo Bolla, Nebbiolo Lampia, Nebbiolo Michet und Nebbiolo Rosé. (Quelle: Ernesto Pauli)